10 Jahre Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin
SAVE THE DATE
10 Jahre Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin: Jubiläums-Fachveranstaltung am 14.11.2026
Wir feiern ein Jahrzehnt spezialisierte teilstationäre Schmerzmedizin in München.
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens unserer Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin laden wir Sie herzlich zu unserer großen Jubiläums-Fachveranstaltung ein.
Erwarten Sie praxisnahe Impulse und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die moderne Schmerzmedizin. Renommierte Expertinnen und Experten haben ihre Teilnahme als Referent*innen bereits zugesagt.
Eckdaten der Veranstaltung:
- Termin: Samstag, 14.11.2026
- Ort: Smartvillage, Rosenkavalierplatz 13, 81925 München
- Zertifizierung: Die Akkreditierung bei der Bayerischen Landesärztekammer und der DMKG wird beantragt
Programm
ProgrammvorschauGrußwort
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, verehrte Gäste und Wegbegleiter,
zehn Jahre Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin – das ist weit mehr als nur ein Betriebsjubiläum. Es ist ein Spiegelbild der rasanten Entwicklung, welche die Schmerztherapie in der letzten Dekade durchlaufen hat. Seit unserer Gründung haben wir uns stetig weiterentwickelt, um den wachsenden Anforderungen einer spezialisierten Versorgung gerecht zu werden.
Wachstum aus Überzeugung: Vom Aufbruch zum Rosenkavalierplatz
Was vor zehn Jahren in kleinerem Rahmen begann, hat heute eine neue Dimension erreicht. Die stetig steigende Nachfrage nach interdisziplinärer multimodaler Therapie erforderte Raum für neue Konzepte und ein wachsendes Team.
Unser Umzug an den Rosenkavalierplatz war daher ein logischer Meilenstein:
In unseren heutigen, großzügigen Räumlichkeiten konnten wir unsere Kapazitäten von anfänglich 6 Plätzen auf nunmehr 50 Plätze im Jahr 2026 erweitern. Dieses Wachstum ist für uns kein Selbstzweck, sondern der Beleg für die Notwendigkeit einer hochspezialisierten Anlaufstelle im Herzen Münchens.Herausforderung Gesundheitspolitik: Qualität unter Druck
Wir blicken heute auf eine gesundheitspolitische Landschaft, die von tiefgreifenden Unsicherheiten geprägt ist. Die aktuelle Krankenhausreform und der enorme wirtschaftliche Druck stellen viele Leistungserbringer vor existenzielle Fragen. In diesem schwierigen Umfeld können wir uns glücklich schätzen, Schmerztherapie auf einem fachlich so hohen Niveau anzubieten. Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr, unter den aktuellen Rahmenbedingungen die strukturelle Qualität zu halten, die für den Erfolg einer interdisziplinären multimodalen Therapie zwingend erforderlich ist.
Das Paradoxon der Zeit: Mensch vs. Fortschritt
Trotz des unaufhaltsamen technologischen Fortschritts und der fortschreitenden Digitalisierung in unserer Klinik bleibt eine Erkenntnis unumstößlich: Das wichtigste diagnostische und therapeutische Werkzeug in der Schmerztherapie ist und bleibt die Zeit.
Kein Algorithmus kann bisher die individuelle Krankheitsgeschichte eines Menschen in ihrer gesamten Komplexität erfassen. Technologie muss uns heute den Rücken freihalten, Prozesse unterstützen und Daten objektivieren – aber sie darf niemals die Zeit für das tiefgreifende Verständnis der Patientenbiografie ersetzen. Wir verteidigen diese Zeit für unsere Patientinnen und Patienten täglich gegen die Taktung des Systems.Doch Zeit allein genügt nicht. Sie entfaltet ihren Wert erst durch die Menschen, die sie gestalten. Qualifiziertes, engagiertes Personal ist der zweite zentrale Baustein guter Therapie. Es sind Ärzt*innen und Therapeut*innen, die zuhören, Zusammenhänge erkennen, Vertrauen aufbauen und individuelle Wege begleiten. Ohne ausreichend Zeit bleibt ihr Können ungenutzt – ohne ausreichend Personal bleibt Zeit eine theoretische Größe.
Gute Schmerztherapie entsteht dort, wo beides zusammenkommt: Zeit und Menschlichkeit, getragen von fachlicher Kompetenz. Fortschritt darf daher nicht nur in Technik gemessen werden, sondern auch in der Frage, wie gut es uns gelingt, diese beiden Ressourcen zu schützen und zu stärken. Nur so bleibt Medizin das, was sie im Kern ist – eine zutiefst menschliche Aufgabe.Gemeinsam die Zukunft gestalten
Das Jubiläumssymposium am 14. November 2026 soll den Raum bieten, genau diese Spannungsfelder zu diskutieren. Wir wollen die letzten zehn Jahre Revue passieren lassen, aber vor allem den Blick nach vorn richten: Wie sichern wir Empathie und fachliche Exzellenz in einer digitalisierten und reformgetriebenen Welt?
Ich freue mich darauf, Sie an diesem besonderen Tag bei uns am Rosenkavalierplatz begrüßen zu dürfen.Herzlichst,
Ihr Marc Seibolt
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